Wankelmut – Wie ich mich entliebte

Anfangs war ich ein großer Fan von meiner neunten Klasse. Ein bunter Haufen mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Das war immer sehr lustig und die Mitarbeit war auch in Ordnung. Im Gegensatz dazu raubte mir mein Abiturkurz streckenweise den letzten Nerv. Neuerdings ist das umgekehrt und die Nervklasse hat sich in die Lieblingsklasse verwandelt, dafür geht die Neunte im Moment gar nicht. Seit ich die nicht mehr am Morgen unterrichten darf, sondern im absoluten Mittagstief von 13-15 Uhr, benehmen die sich so dämlich – es ist kaum auszuhalten. Und ich schwanke hin und her, ob ich noch dolle Disziplinierungsmaßnahmen aus dem Hut zaubern soll, oder ob ich mich stattdessen entspannt zurücklehnen und die Sperenzchen als hormonelles Schauspiel der Natur in all ihrer Vielfalt bewundern soll. Das Schuljahr ist eh so gut wie vorbei, zieht man mal all die Feiertage und Prüfungszeiträume ab, in denen mein Unterricht wegfällt. 

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Eine Antwort zu Wankelmut – Wie ich mich entliebte

  1. Stefan schreibt:

    Kann ich sehr gut nachvollziehen: Ich unterrichte derzeit einen Abiturkurs im Mittagstief und da ist konzentriertes Arbeiten schwer möglich, insbesondere wenn der Notendruck kaum vorhanden ist (wenig Klausurschreiber). Umso mehr bin ich gleichzeitig von meinen 8. und 9. Klassen erstaunt, die ganz entspannt und gerichtet ihre Projektarbeiten vorantreiben.

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