Türe zu!

Die vielen jungen Lehrer und Referendare sind unzufrieden!

Gut, denn ich bin nicht allein und die Einzige. Schlecht, denn Gründe zum Meckern gibt es also wirklich. Vor allem die negativen „Schwingungen“ und die Miskommunikation unter den Kollegen nagen ein wenig an mir.

Dazu die folgende Begebenheit: als ich letztens zur Hospitationsstunde eintrudelte, die ich seit zwei Wochen immer wieder „verhandelt“ habe,  wurde ich von der Lehrkraft mit rollenden Augen begrüßt. Die bemühte sich nicht mal, ihre Abneigung zu verstecken. Das muss man sich mal vorstellen! Wir arbeiten in einem pädagogischen Beruf!  Sie hatte wohl gehofft, dass ich mich nicht mehr blicken lasse und ehrlich gesagt wünschte ich mir das in diesem Moment auch.

Zwar sind die Lehrerin und ich dann doch noch „Freunde“ geworden (ich habe mich auch redlich bemüht und am Ende lieb Danke gesagt), dennoch hinterlässt diese Episode bei mir einen schalen Geschmack. Ich will nämlich nicht an einem Ort arbeiten, an dem jeder hinter verschlossenen Türen sein Süppchen kocht und bisweilen sogar Angst hat, seine Arbeit anderen zu zeigen.

Weil wir hier keine anleitenden Lehrer haben, sind Hospitationen für uns Referendare enorm wichtig, um von den Ideen und Anregungen der Erfahrenen zu profitieren. Wenn das allerdings jedes Mal so ein Krampf wird, sehe ich schwarz.

Macht uns dieser Beruf denn zwangsläufig zu Einzelkämpfern und Einsiedlern?

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Eine Antwort zu Türe zu!

  1. teacheridoo schreibt:

    Vor solchen Lehrkräften graut es mir ja schon. In meinen bisherigen Praktika war alles toll – aber das war auch an meiner alten Schule, und die Lehrer dort sind beinahe ausnahmslos toll und engagiert. Die freuten sich eher, wenn da jemand reinschnupperte, und ließen einen nach allen Regeln der Kunst am eigenen Erfahrungsschatz teilhaben. So sollte es ja auch eigentlich sein.

    Falls es Dich tröstet: Im Büroleben ist es auch nicht anders. Jedes Mal, wenn neue Azubis eintrudeln, kommt das große Aufstöhnen. „Oh Gott, wir wussten gar nicht, dass wir jetzt einen Azubi haben.“ und „Wir wissen gar nicht, was wir jetzt mit Dir machen sollen.“ Nur die wenigsten sind dazu bereit, eigene Arbeitszeit zu opfern, um den Azubi dann einzulernen.

    Scheint also keine berufsspezifische Erscheinung zu sein, dieses Verhalten. (Das macht es natürlich nicht wirklich besser.)

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