Mögen die Spiele beginnen!

Der Buschfunk hat mir zugetragen, dass die inoffizielle Schlacht um die Räume begonnen hat. Ab heute haben alle Kollegen ihre Stundenpläne und somit ist bei einigen die blanke Panik ausgebrochen. Die Klopperei hat meist zur Ursache, dass „der Raum, in dem ich schon seit Anbeginn der Zeit unterrichte“ (so in etwa wird hier argumentiert) plötzlich nicht allein von einem Kollegen oder einer Kollegin genutzt wird, sondern sie für ein oder zwei Doppelstunden mal TEILEN müssen. Also den Raum wechseln. Ganz köstlich, dass mancher das nicht gelernt hat und somit werden einem von eingestandenen Alpha-Lehrern schon mal die Räume streitig gemacht. Gern auch ohne Absprache. Das ist dann einfach so und soll bitte stillschweigend zur Kenntnis genommen werden. 

Ob mich das ereilt hat, weiß ich noch nicht. War ja mit den Seminartagen anderweitig beschäftigt. Da ich aber in einem relativ rudimentär ausgestattetem Raum bin, sprich:  kein Smart Board😦 , dürfte das no Problemo sein.

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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne … NOT

Kaum sind die Ferien vorbei, klebt mir der Wahnsinn schon wieder an der Backe. Gott sei Dank (noch) nicht mein eigener, dafür sind einige – ich nenne sie mal Kollegen – on fire!

Kurze Einbettung in die Situation: wir bestreiten gerade die Methodenwoche, d.h. jeder Jahrgang unterzieht sich einem bestimmten Methodentraining. Der Fachunterricht findet also noch gar nicht statt, was aber kein Grund für die ersten ist, auszuflippen. Folgend ein paar kleine Anekdötchen vom ersten Tag:

  • Gestandene Lehrerinnen heulen, weil sie überfordert sind, ein Methodentraining vorzubereiten, dass sie noch nie unterrichtet haben. Anmerkung dazu: genau in dieser Situation befanden wir neuen Referendare uns im letzten Jahr. Hat ja auch irgendwie geklappt (ohne Tränen!). Und ich dachte, der Hang zum Perfektionismus und Drama vergeht mit der Berufserfahrung.
  • Ein netter, aber auch sehr merkwürdiger, weil fahriger Kollege verbreitet Stress, wo es gar keinen gibt. Alles muss man drei Mal erklären und diskutieren. Ausgerechnet in meiner Methoden-Gruppe … Wenn der nicht aufpasst, kippt der nochmal um. Und wir anderen mit ihm.
  • Ach ja, Bemerkungen über die neue Referendarin habe ich leider auch mitbekommen. Anscheinend schockt ihr Alter (sie durfte um die 50 sein) die liebreizenden Kollegen, die, anstatt sie selbst zu fragen, ihre Gehirnchen darüber zermartern, was die Neue wohl so lange gemacht habe und weshalb die erst jetzt ihr Referendariat angehe. Manch einer kann sich  einfach nicht vorstellen, dass es da draußen noch etwas anderes gibt als die olle Schule. Besonders ätzend finde ich, dass neue Kollegen erstmal abschätzig und mit viel Misstrauen beäugt werden. Dabei muss man die doch mit offenen Armen empfangen! So viel zum Thema Weltoffenheit und Schule. Keine Kultur, diese Menschen …
  • Ach, ein ganz besonderes Schmankerl zum Schluss! Der Hausmeister versuchte einem Lehrer unverblümt und lautstark eine neue Kollegin mit folgenden Worten zu beschreiben:  „Die Neue, die mit den aufgespritzen Lippen und blauen Augen, na die große Blondine … na eben die mit den dicken Lippen, wie aufgespritzt! „. Man konnte förmlich den Sabber aus seinem Mund laufen sehen. Bäh. Dabei fiel mir leider auch gleich das Poster einer barbusigen Blondine ein, das in seinem Zimmerchen am Schrank hängt (ja, in einer Schule!). Übrigens: Die gemeinte Kollegin hat natürlich keine aufgespritzten Lippen, sieht aber einfach überdurchschnittlich gut aus. Das scheint den Hausmeister jedenfalls zu beschäftigen.

Guter Einstieg ins Schuljahr, nicht wahr?!

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Schulanfang – Auf, auf in die letzte Runde!

Es geht los! Der Anfang des neuen Schuljahres steht vor der Tür und damit mein zweites Jahr im Vorbereitungsdienst. Wie sich dieses Wort schon anhört, DIENST. ich absolviere einen Dienst. Wie seelenlos und bürokratisch, dabei habe ich doch vor allem mit dem verrückten Menschengeschlecht zu tun. Und darauf freue (!!!) ich mich doch. Diese sechs himmlischen Wochen Freizeit/Freiheit, die ich im Kreise lieber Freunde und Familie verbracht habe, haben mir natürlich sehr gut getan.  Zwischenzeitlich hatte ich sogar Angst, dass man mich widerwillig in die Schule  zerren werden muss, wenn es denn soweit sein würde. Aber bisher – toi toi toi – blicke ich der kommenden Arbeit mutigen und euphorischen Auges entgegen. 

Ich verharre also in freudiger Erwartung auf die ersten Tage und hoffe und wünsche das Beste für alle, die wie ich das zweite Staatsexamen noch absolvieren müssen.

Auf einen guten Start!

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Sommerferien = Halbzeit

Ich hoffe, im neuen Schuljahr hier wieder etwas aktiver von den Höhen und Tiefen meines Referendariats zu berichten. In letzter Zeit hatte ich überhaupt keine Muße, was nicht zuletzt an kleinen Irritationen a.k.a. Unterrichtsbesuchen lag, die blöd liefen.

Jetzt geht´s mir gut, die Hitze ist endlich angekommen und ich kann mit guten Gedanken den Abschluss des ersten Jahres Referendariat begehen.

Habt ´nen guten Sommer!
Und für alle, die noch ein paar Wochen auf die Ferien warten müssen: haltet durch! 

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Just another manic monday …

Den Tag mit Stress zu beginnen, ist keine gute Idee. Lässt sich manchmal aber nicht vermeiden. So zum Beispiel heute.

Gestern sprach mir ein lieber Kollege freundlicherweise auf den AB, dass ich für heute eine Vertretungsstunde verpasst bekommen hatte. Alles kein Problem. Eigentlich. Denn auf einmal war ich mir nicht mehr sicher, ob es vielleicht doch die vierte und nicht die fünfte Stunde war. Ich hörte noch einmal den AB ab und musste feststellen, dass es tatsächlich die vierte Stunde war. Schreikrampf! Nur noch 15 Minuten bis Buffalo! Ich hatte noch nasses Haar, kein Make Up drauf und auch die Zähne waren noch nicht geputzt. 
Den Bus habe ich zum Glück noch bekommen, aber so scheiße sah ich noch nie beim Betreten des Schulgebäudes aus (beim Verlassen nach einem langen Tag natürlich schon)! Das Beste an der Geschichte: ich hatte tatsächlich erst zur fünften Stunde. Absolut merkwürdig, das Ganze. Vor allem auch unnötig. 

Wenigstens hatte ich dann  noch genug Zeit, die Schulleitung wegen meines Terminproblems zu besuchen. Ganz schön angespannt war ich, weil es bei den letzten Malen ja so aussah, als würde ich die Umlegung meiner Kurse nicht bewilligt bekommen. Aber siehe da: die Schulleitung hat sich darauf eingelassen! Ich bin so unendlich erleichtert, dieses Organisationschaos hat mir schon den letzten Nerv geraubt. Zwar hätte sich meine Fachseminarleitung  somit „ihren Bonus verspielt“ (O-Ton), aber wenigstens sind die Besuche für dieses kurze, kurze Halbjahr safe.  Jetzt kann ich mich endlich mit der eigentlichen Aufgabe beschäftigen: der Planung meiner Vorführstunden. Hmm. Die Freude hält sich in Grenzen.

 

 

 

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Ich mag meine Schüler

Auch wenn die krass abnerven können, kann ich oft  über die mit denen lachen. Zum Beispiel habe ich Ricky, einen nicht unbedingt fantastischen Schüler (dafür aber eine echte Type!) mal zufällig beim Fahrradfahren gesehen. Das war großartig, denn er fuhr freihändig, weil er natürlich erstmal von seinem Brot abbeißen musste. Das Bild war auch deshalb so einprägsam, weil er eine merkwürdig knallrote Hose trug und ihm sein lila Teenager-Rucksack halb über die Schulter baumelte. Ziemlich lässige Aktion, an die ich mich immer wieder voller Freude erinnere. 
Irgendwie schade, dass solche Einzigartigkeiten im Fachunterricht kaum eine Rolle spielen. Es sitzen so viele witzige oder besondere Persönchen in unseren Klassenzimmern und vor lauter „Stoffdurchprügel-Zwang“ kommen wir bei drei bis vier Stunden pro Lerngruppe überhaupt nicht dazu, diese Schätze zu bergen. 

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Unterricht im Freien – wir haben es wenigstens mal probiert …

Das Supersonnenwetter heute kam meiner Unterrichtsplanung für die sechste und siebte Stunde so gar nicht gelegen. Kaum hatte ich den Klassenraum betreten, bombardierten mich die ersten Schüler, die schon im Raum waren, mit ein und der selben Frage: „Können wir heute draußen Unterricht machen? Bitte, bitte! Bitte!“ Wie ein Lauffeuer verbreitete sich der Hoffnungsschimmer auf eine Doppelstunde im Freien und so riefen mir auch die restlichen Schüler, die in den Raum eintrudelten, statt eines lieben Hallos eben jene Frage zu. Im Prinzip sprachen die mir ja aus dem Herzen, aber Schule ist Schule und so musste ich erstmal den Anschein der beflissenen Lehrerin vor ihnen wahren. Ich ließ mich dann natürlich auf einen Kompromiss ein und wir vereinbarten, in der letzten halben Stunde draußen zu arbeiten. 

Der Ruf nach sofortiger Freiheit versiegte damit trotzdem nicht ganz. Es wurde kräftig  weiterspekuliert, ob und wann genau wir denn nun rausgehen würden. Schüler können vielleicht hartnäckig sein! Ich spielte daraufhin die erboste Lehrerin und machte Folgendes klar: „Wenn jetzt noch irgendwer fragt, ob wir rausgehen, hat sich die Sache erledigt und wir bleiben drinnen.“ Für einen Moment herrschte betretene Stille. Die perfekte Gelegenheit für Tom mit einem sehr witzigen Kommentar aufzutrumpfen. Er fragte: „Können wir drinnen bleiben? Bitte, bitte!“ Umgekehrte Psychologie. Gar nicht schlecht für einen Vierzehnjährigen. Wir mussten zwar alle herzlich lachen, trotzdem sind wir erst am Ende rausgegangen.
So richtig fleißig waren die da draußen dann auch nicht (um diese Zeit am Nachmittag sind die drinnen allerdings auch nicht viel fleißiger). Versprochen war aber versprochen. Und ich fand die Frühlingssonne im Vergleich zum muffigen Klassenraum natürlich auch um Längen besser.

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